VON DREI BEWEGENDEN BUCHSTABEN

Sekt und Böller, Kartoffelsalat und Pailletten – und Vorsätze!
Jedes Jahr auf’s Neue setzen sich viele einen anvisierten Etappensieg, dafür ist jedoch nicht allein der Jahreswechsel notwendig und so geschieht es die gesamten 365 Tage über.
Doch wie kommt es, dass so viele an ihren Vorhaben scheitern? Wir haben doch voller Elan Pläne geschmiedet, jeden unserer Facebookfreunde voller Stolz unterrichtet und uns die entsprechenden Utensilien besorgt. Kaum sind die Sportschuhe geschnürt, der Terminkalender in der Hand, das Nikotinkaugummi im Mund, kann all dies plötzlich doch bis morgen warten – wenn nicht sogar bis zum nächsten Jahr.
Und so geht es mit jedem Punkt auf unserer (imaginären) To-Do-Liste: wir schieben viel zu gerne Dinge von uns weg und vor uns her. Dabei können ein dicker Strich und ein Häkchen eine ungemein befreiende Wirkung haben. Es ist ja nicht so, dass die Liste tagtäglich von alleine schrumpft.

Meine Chefin sagte vor Kurzem, es sei so leicht. Ich erwartete das ultimative Geheimrezept, um mich noch optimaler organisieren und meine Motivation weiter in die Höhe schrauben zu können. Sie sagte nach einer kurzen Pause schlicht: ,,T-U-N.“ Drei Buchstaben mit verblüffender Wirkung. Denn sobald mein innerer Schweinehund mich von da an überkam, blinkte leuchtreklamenartig mein neues Mantra vor meinem geistigen Auge auf und das Ungetüm verpuffte spurlos.
Dass es so einfach sein sollte, habe ich nicht geahnt.

BLUSE / CARDIGAN // H&M
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SCHAL // PRIMARK (ALT)